Hannah Arendt: Denken ist gefährlich

Wissenschaftskino in Kooperation mit "Mensch in Bewegung". Gäste zum Film: Prof. Dr. von Maur und Katharina Zöpfl vom Lehrstuhl für Philosophie.

Der Film widmet sich dem philosophischen Verständnis von Denken als kritischer, verantwortungsvoller Praxis. Ausgehend von Hannah Arendts Überlegungen zur Urteilskraft zeigt der Film, dass das Denken keine abstrakte Tätigkeit ist, sondern eine Voraussetzung für moralisches Handeln und politische Verantwortung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit, wachsender Polarisierung und schneller Meinungsbildung gewinnt Arendts Warnung vor Gedankenlosigkeit besondere Aktualität. Denken wird hier als widerständiger Akt verstanden, der Orientierung ermöglicht und demokratische Strukturen schützt.

Nach langer Zeit widmet sich wieder ein Kinofilm der bedeutenden Philosophin Hannah Arendt - Aktivistin, Medienpersönlichkeit und furchtlose Denkerin "ohne Geländer". Durch Originalzitate aus Arendts Essays und Briefen, vorgetragen von Nina Hoss, sowie atmosphärische Archivaufnahmen entsteht ein intimes Porträt einer Intellektuellen, deren Leben geprägt war von der Erfahrung des Hitlerfaschismus und der Unfassbarkeit des Holocaust. Der Film zeigt, wie Arendt als Jüdin und Widerstandskämpferin die Welt zu verstehen suchte - und warum ihre Gedanken über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts direkt zu uns im Hier und Jetzt sprechen.

DE/US 2025 - R: Chana Gazit, Maia E. Harris - D: Nina Hoss - L: 84 min. - FSK: 12

Filmplakat zu "Hannah Arendt: Denken ist gefährlich" | Bild: Barnsteiner

"Hannah Arendt: Denken ist gefährlich" läuft im Filmstudio Eichstätt

Mi, 15.04.
19.00
Reservierung: 08421 / 4473 (tgl. ab 1. Film) | Online-Reservierung: auf eine Spielzeit klicken. | Erläuterung zu den Sprachversionen: "OmU" bedeutet "Originalfassung mit Untertiteln". "OV" bedeutet: Originalfassung.

Szenenbild aus "Hannah Arendt: Denken ist gefährlich" | Bild: Barnsteiner

Hannah Arendt: Denken ist gefährlich

Szenenbild aus "Hannah Arendt: Denken ist gefährlich" | Bild: Barnsteiner

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